Die Sieder/innen und ihre Bücher

1. Biologiker - Die Stadt der träumenden Bücher - Januar/Februar
2. Lacky - Die Päpstin - März
3. Hoedlgut - Tod und Teufel - April
4. Daydream - Narnia - Mai/Juni
5. Cinderella-Bis(s) zum Morgengrauen - Juni
6.
Nane - Abendgrauen - Juli
7. Essa - Eine Woche voller Samstage - August

Samstag, 13. März 2010

Und darauf dann Transparentseife (ebenfalls unbeduftet) als Honig: (Herzlichen Dank an Gankerl für das Standardrezept Nr. 2)

170 g Palmfett
122 g Rizinusöl
110 g Kakaobutter
90 g Kokosfett
50 g Reiskeimöl
190 g Wasser
0% ÜF
244 g Ethanol
135 g Glyzerin
149 g Zucker
95 g Wasser
gelbes Kosmetikpigment

Gekrönt wurde das Ganze dann noch von ein bis zwei Plastikbienen. Es handelt sich ja schließlich nicht um ein einfaches Honigbrot, sondern ein Bienenbrot und da sind die (meistens) entstachelten Bienen schließlich der besondere Clou. Auch die Plastikbienen haben wir selbstverständlich entstachelt, also von ihrem potenziell ranzfördernden Metallspieß befreit.






Die Buchlinge – Das Alphabet der Sterne

Viele Gerüchte existieren über die Schrecklichen Buchlinge (nachzulesen u.a. in „Die Katakomben von Buchhain“ von Colophonius Regenschein): ein einäugiges Zyklopenvolk, das tief unten in den Buchhainer Katakomben angeblich alles bei lebendigem Leibe frisst, das ihm über den Weg läuft. Neben dem Schattenkönig die am meisten gefürchtete Daseinsform der Katakomben.
Die Buchlinge, die eine so wichtige Rolle in meiner Geschichte spielen, mussten unbedingt in der Seife verewigt werden. Die Auswahl der Fette stellte hier ein schier unlösbares Problem dar. Da sich die Buchlinge ja nur vom Lesen ernähren, schied ein Bezug zu ihrer Nahrung aus. Das Einzige, was sich angeboten hat, war das Fett von Bücherwürmern. Aus diesen stellen die Buchlinge die Kerzen her, die ihnen das Licht beim Lesen spenden. Sie haben ja eine Abneigung gegen die in den Katakomben verbreiteten Leuchtquallen. Leider konnte ich trotz intensiver Suche nicht genügend Bücherwürmer in ausreichender Qualität auftreiben, deshalb gibt es hier ein „normales“ Seifenrezept. Beduftet ist der Buchling mit einer Mischung aus ÄÖ Rosenholz und ÄÖ Sandelholz (holzig wie das Papier der Bücher, dem Lebensinhalt der Buchlinge).

250 g Kokosöl
200 g Rapsöl
200 g Palmkernöl
200 g Reiskeimöl
50 g Rizinusöl
50 g Sheabutter
50 g Mandelöl
335 g dest. Wasser
7% ÜF
• der Großteil mit 6 TL Argiletz Tonerde grün
• eine kleine Menge mit gelbem Pigment für die Augen




Die Seife wurde am zweiten Tag pilliert und der grüne Teil beduftet mit
15 g ÄÖ Rosenholz (naturidentisch)
15 g ÄÖ Sandelholz (naturidentisch)

Daraus wurden dann die Buchlinge auf einer laminierten Vorlage geformt und mit dest. Wasser in die Dividor-Abteilungen geklebt. (Die weißen Streifen sind aus der „Butter“-Massen vom Bienenbrot)



Umgossen wurden die Buchlinge mit ihrer Heimat, dem pechschwarzen Labyrinth von Buchhain. Gefärbt mit Pflanzenkohle, der holzige Duft der Buchlinge wurde hier noch ergänzt durch Ledergeruch – für die lederne Grotte, in der die Buchlinge wohnen.

560 g Olivenöl
400 g Babassuöl
400 g Kokosöl
160 g Rapsöl
80 g Rizinusöl
500 g Reisdrink
7 % ÜF
5 TL Pflanzenkohle
30 g ÄÖ Rosenholz (naturidentisch)
30 g ÄÖ Sandelholz (naturidentisch)
22 g PÖ Englisch Leder (Kerzenmeister)


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen